RessStadtQuartier – Instrumente für die ressourceneffiziente Entwicklung von Quartieren

27.03.2019

RessStadtQuartier – Instrumente für die ressourceneffiziente Entwicklung von Quartieren

Neues Forschungsprojekt unter Beteiligung des IIB und zwei weiteren Fachgebieten des FB 13 gestartet

Der Gebäudebestand stellt das größte „Rohstofflager“ der Gesellschaft dar und hat gleichzeitig einen wesentlichen Anteil an der Nachfrage nach Energie. Beide Aspekte sind wichtige Handlungsfelder für die Erhöhung der Ressourceneffizienz im Gebäudesektor. Gleichzeitig unterliegen städtische Quartiere in Ballungsräumen heute einem vielfältigen Veränderungsdruck, mit dem eine steigende Dynamik von Planungsprozessen einhergeht.

Das neue Forschungsprojekt RessStadtQuartier geht diese Problematik aus der Sicht städtischer Quartiere in Ballungsräumen an: Im Forschungsprojekt werden spezifische Methoden und Instrumente als „Werkzeugkasten“ für kommunale Planungsprozesse entwickeln, mit denen in allen Phasen der Quartiersentwicklung – Neuplanung, (Um-) Nutzung, Abriss – geeignete Maßnahmen zur Erhöhung der Ressourceneffizienz implementiert werden können. Dies umfasst konzeptionelle Grundlagen, deren Umsetzung in IT-basierte Instrumente für die Praxis und die Untersuchung von Rahmenbedingungen für die erfolgreiche Integration in Planungsprozesse. Hierfür wird im Projekt unter anderem ein Gebäude-Material-Kataster als einheitliche Informationsgrund-lage für Planungsprozesse entwickelt und mit einem Building Information Model verknüpft.

Das dreijährige vom BMBF geförderte Projekt wird durch das Fachgebiet Stoffstrommanagement und Ressourcenwirtschaft koordiniert. Wissenschaftliche Partner am Fachbereich 13 sind das FG Landmanagement und das Institut für Numerische Methoden und Informatik im Bauwesen. Außerdem sind die FhG Projektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS und die UMGIS Informatik GmbH im Projekt wissenschaftlich tätig. Als kommunale Partner sind die Wissenschaftsstadt Darmstadt und die Landeshauptstadt Wiesbaden beteiligt, deren reale Quartiersplanungen die Anforderungsprofile für die wissenschaftlichen Arbeiten und das Umfeld der Erprobung vorgeben.

Weitere Informationen sind auf der Projektseite zu finden.

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