SHRG

Förderzeitraum: 2010 - 2011

Serious Human Rescue Game

Das vom Forum Interdisziplinäre Forschung an der TU Darmstadt geförderte "Serious Human Rescue Game"-Projekt untersuchte immersive Ingenieurmethoden zur Simulation menschlichen Verhaltens in Katasthrophenfällen mithilfe von Spiele-Engines. Als Beispiel wurde die Entfluchtung von Gebäuden betrachtet.

Eingeblendetes FDS-Gitter (oben), Aspekt Rauchgasschicht (unten)

Das menschliche Verhalten in seiner ganzen Komplexität und Unsicherheit in einem Computermodell für Entfluchtungsanalysen abzubilden ist eine große Herausforderung bei der Entwicklung neuer Ingenieurmethoden für den Brandschutz. Anstatt das menschliche Verhalten mit Hilfe eines Computermodells zu simulieren, verfolgt dieses Forschungsprojekt das Ziel, den Mensch als Spieler in die Simulation als Computerspiel zu integrieren. Das Szenario kann in den Grenzen der virtuellen Spielwelt erlebbar gemacht werden. Dies gilt besonders dann, wenn ein Szenario nachgestellt werden soll, was aufgrund eines zu hohen Risikos für die teilnehmenden Personen nicht in einem realen Experiment untersucht werden kann. Um die Plausibilität und Realitätsnähe des Computerspielmodells zu gewährleisten, wird ein Ansatz vorgestellt, wie das Computerspiel auf Basis bestehender Fach- und Simulationsmodelle des Bauwesens entwickelt werden kann. Diese Konzepte bilden gemeinsam das Gesamtkonzept Building Information Gaming, ein wissensbasiertes Konzept für bauwerksmodellbasierte Computerspielentwicklung. Auf Grundlage der in diesem Projekt untersuchten und entwickelten Konzepte und Methoden können Serious Games als neue, immersive Ingenieurmethoden eingesetzt werden und es ermöglichen, durch interaktive Simulationsmethoden verschiedene Katastrophen-Szenarien durchzuspielen. Die Frage auf die eine Antwort gesucht wurde ist: Kann Verhalten von Personen in solchen Situationen unter kontrollierbaren und sicheren Bedingungen eines Computerspiels untersucht werden?

Kurzpräsentation

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Die Förderung des Forschungsprojekts erfolgte über Mittel des Forums Interdisziplinäre Forschung der TU Darmstadt.