Forschungsziel

BIM-basiertes Bauen mit RFID

Forschungsziel

Für den durchgängigen, digitalen Datenfluss und die erhöhte Nachhaltigkeit im Datenmanagement über alle Lebenszyklen hinweg ist es notwendig geworden, ein Gesamtkonzept zu entwickeln, welches die Nutzung der Teilprojekt-Prozessdaten ermöglicht. Dieses Gesamtkonzept beinhaltet, dass folgende Teilziele innerhalb des finalen Forschungsprojektes „Bauen mit RFID-Technik“ betrachtet werden:

I) Aufzeigen der bereits in den Teilprojekten vorhandenen Prozessdaten

In den zuvor bearbeiteten Teilprojekten der Forschungsgruppe wurde bereits eine Vielzahl von Prozessdaten eruiert. Diese sind aufzuzeigen und weitere, darüber hinaus benötigte Daten sind zu analysieren. Die bisher ermittelten Prozessdaten sind Bestandteil des Digitalen Erweiterten Bautagebuch (DEBt) (BUW), des intelligenten Bauteils (TU Dresden) sowie des digitalen Gebäudemodells (Building Information Model (BIM)) (TU Darmstadt).

II) Ermittlung der Datenschnittmenge als Basis für den Datenaustausch

Die vollständigen Nutzungspotentiale in allen Lebenszyklusphasen eines Gebäudes sind nur umsetzbar, wenn die entsprechenden Softwareapplikationen, wie zum Beispiel BIM-, CAD-, AVA- oder FM-Systeme, mit den sowohl zentral (Daten in Datenbanken) als auch dezentral (Daten im Bauteiltransponder) abgelegten Daten umgehen können. Dazu sind in erster Linie die Datenschnittmengen und die damit erforderlichen Schnittstellen von Bedeutung. Die Daten von der Middleware der Lesegeräte werden über die Schnittstellen in die Softwareanwendungen übernommen.

Der Aufbau der Middleware ist von den Speicherstrukturen sowohl in den Netzwerken als auch auf den Transpondern, respektive den dafür zu entwickelnden Standards abhängig. Nach der Festschreibung der Speicherstrukturen können die entsprechenden Datenmodelle einer Middleware sowie die Schnittstellen zu einer Auswahl von verbreiteten und am Markt erhältlichen Softwareapplikationen erstellt werden.

III) Entwicklung und Umsetzung eines Gesamtkonzeptes zur standardisierten zentralen Datenhaltung

Es ist erforderlich, Standards für die Speicherung und die Datenübergabeschnittstellen zu entwickeln, um somit die noch bestehenden Lücken zwischen den Teilprojekten zu schließen. Die Umsetzung dieses Gesamtkonzeptes wird die erweiterte Dokumentation der Prozessdaten im Digitalen Erweiterten Bautagebuch (DEBt) (BUW), im intelligenten Bauteil (TU Dresden) sowie im digitalen Gebäudemodell (Building Information Model (BIM)) (TU Darmstadt) ermöglichen. Hierdurch werden die Dokumentation von Lebenszyklusdaten, ein durchgängiger Informationsfluss entlang der Wertschöpfungskette und über den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks erst möglich. Das Gesamtkonzept dient demnach der standardisierten zentralen Datenhaltung in Netzwerkstrukturen für ausgewählte Beispielanwendungen zum Datenaustausch und der Entwicklung der Systemarchitektur unter Berücksichtigung bereits bestehender Standardsoftwarelösungen und des Datenschutzes.

IV) Anwendung der Softwarelösung und Außendarstellung der RFID-Technik mittels Demonstratoren

Das Bauen mit RFID-Technik soll anhand von ausgewählten Beispielanwendungen praxisgerecht demonstriert werden. Die Demonstration erfolgt zweistufig in einem Demonstrationsfilm sowie in einem Demonstrationsmodul (Präsentationscontainer). Der Container enthält die entwickelten Anwendungsmöglichkeiten der RFID-Technik im Bauwesen als Einbauten und als Applikationen, um diese „in Aktion“ testen zu können. Beide Demonstratoren, sowohl der Demonstrationsfilm als auch der Container, sollen der Außendarstellung, der Wissensverbreitung und dem Ausbau der Akzeptanz für die RFID-Technik im Bauwesen dienen. Die Demonstrationsveranstaltungen werden unterstützt von Hauptverband der Deutschen Bauindustrie sowie vom Zentralverband des Deutsches Baugewerbes und ihren Unter- bzw. Regionalverbänden.

V) Evaluation und Optimierung der Anwendungen

Nach Abschluss der Demonstration auf Messen und an Ausbildungszentren soll der Gesamtnutzen bei den späteren Zielgruppen evaluiert und gegebenenfalls notwendige Optimierungen angerissen werden. Hierzu soll eine Pilot-Demonstrationsanwendung umgesetzt und dies dokumentiert werden.