Forschungsmethode

BIM-basiertes Bauen mit RFID

Forschungsmethode

Der Fokus der Forschungsarbeit bzgl. des Austauschs ausgewählter Prozessdaten zwischen dem DEBt, dem intelligenten Bauteil und dem BIM muss auf die Nutzung der bereits entwickelten Soft- und Hardwarelösungen ausgerichtet sein. Außerdem soll die Übergabe an ausgewählte branchenübliche Software möglich sein. Dabei darf die Lösung keine geschlossene Lösung zwischen den Teilprojekten der ARGE RFIDimBau sein. Eine Weiterentwicklung von Software auf Demonstrationsniveau wird erforderlich sein, um die Schnittstellen und die Möglichkeiten für den Datenaustausch anhand repräsentativer Beispiele demonstrieren zu können. Um auch die Anbindung der Bauprodukte und FM-Prozesse an bestehende Klassifizierungssysteme, Artikelkataloge und andere Dokumentationssysteme gewährleisten zu können, werden neben der Kennzeichnung selbst auch Standards zur Nutzung dieser Prozessdaten für die RFID-Technologie untersucht.

Die bisherigen Teilprojekte hatten aufgrund der inhaltlichen Abgrenzung einen eigenen Datenbedarf. Sie erzeugten und erfassten unterschiedliche Prozessdaten. Zur Nutzung der Daten teilprojektübergreifend sowie zur Anbindung der Daten an standardisierte Klassifizierungssysteme ist folgende Vorgehensweise vorgesehen: Zunächst werden die je Teilprojekt erzeugten Daten abgeglichen und die Daten ermittelt, die aus den Partnerprojekten übernommen und weiterverwendet werden können. Neben dem Inhalt spielt auch die Detailtiefe und das Format der vorliegenden Daten eine Rolle. Als Ergebnis der Analysen und Vergleiche wird eine gemeinsame Datenschnittmenge der ARGE RFIDimBau definiert.

Zur teilprojektübergreifenden Nutzung der Daten wird ein Gesamtkonzept entwickelt, welches eine standardisierte Datenhaltung in Form gemeinsam nutzbarer Datenbanken (L1 Standard) und einem Standard zum einheitlichen Datenaustausch (L2 Standard) beinhaltet. Anhand ausgewählter Beispielanwendungen wird die Nutzbarkeit der Daten gezeigt.

Neben dem standardisierten Datenaustausch der Teilprozessdaten sollen die standardisierten Nummern zur Kennzeichnung und Identifikation von Bauprodukten um standardisierte Nummernsysteme zur Klassifizierung aller Bauprodukte ergänzt werden, so dass bereits bestehende Klassifizierungssysteme (z.B. Bauclass, ecl@ss) und Artikelkataloge genutzt werden können.

Das Gesamtkonzept soll an zwei repräsentativen ARGE RFIDimBau-Beispielanwendungen gezeigt werden.

Nach einer Evaluation des Gesamtkonzeptes erfolgen die Umsetzung in Pilotanwendungen auf Demonstrationsniveau und die Erprobung zusammen mit den Praxispartnern. Zur Kommunikation des Gesamtnutzens solcher RFID-Lösungen wird ein Demonstrator mit den integrierten Pilotanwendungen erstellt, der in Bau- und Schulungszentren, aber auch auf Messen ausgestellt und somit der Öffentlichkeit präsentiert werden soll.

Die Projektleitung innerhalb der ARGE RFIDimBau erfolgt durch die BUW. Sie übernimmt die projektbegleitende Koordination und die inhaltliche Abstimmung der Beteiligten im Projekt.